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Da ich von der grundsätzlichen Zeichenhaftigkeit der Welt ausgehe, setze
ich ebenso in der Kunst eine nie endende Deutungsnotwendigkeit voraus.
Deuten heißt aber immer auch auswählen: aus einer Menge von
Möglichkeiten die Entscheidung für eine zu treffen und damit die anderen
zu ihr in eine Art Gegensatz als nicht zutreffend zu bringen, d.h.
auszugrenzen. Dieses Axiom setze ich in allen Bereichen meiner Arbeit
um. In der Malerei bereite ich die Gründe bereits oft schon so vor, dass
Rauhes und Glattes, Ebenes und Reliefartiges gleichermassen entstehen
und u.U. zu der späteren Malerei (ihrem Inhalt, ihrer Farbigkeit und
Formensprache) in Gegensatz gebracht werden können. Es geht mir dabei
vor allem darum, Gegensätze stehen zu lassen, sie nicht "aufzuheben".
Von daher ergibt sich logisch mein Anspruch, so zu arbeiten, dass
unterschiedliche Lesarten entstehen und nebeneinander bestehen können.
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Im Gegensatz zu Monotypien, deren Bildmotive jeweils einmalig verwendbar
sind, können für Monoprints die Druckmaterialien je nach Beschaffenheit
(Metall/ Papier/ Textil...) häufig eingesetzt werden.
Ich persönlich bevorzuge Prägestücke aus Metall, die ich bereits im
ersten Arbeitsgang bearbeitet habe (Formen, Ätzen, Radieren...) Auch die
eigentlichen Druckplatten bearbeite ich vor dem Monoprintverfahren in
ähnlicher Weise wie es für Radierungen / Aquatinta/ Reservage üblich ist.
Auf diese Weise entstehen meine Arbeiten mit dem Gegensatz des Hoch-und
Tiefdrucks und durch ihn.
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